Der kleine Leuchtturm am Kap Arkona
Treue Besucher erinnern sich: An dieser Stelle stand schon einmal ein vierter Turm, das ehemalige Leuchtfeuer von Ranzow. 2019 wurde dieses abgebaut, restauriert und dient heute im Hafen von Lauterbach als aktives Leuchtfeuer.
Der Ranzow-Turm gehörte zu einer Serie von sieben Meter hohen Leuchttürmen der Firma Julius Pintsch aus Fürstenwalde, die zwischen 1905 und 1925 gefertigt wurden. Diese modernen, modularen Gusseisentürme liefen zunächst mit Gas, später elektrisch und wiesen teilweise Jugendstilelemente auf. Exemplare standen unter anderem auf Jasmund, Hiddensee, Wustrow und in der Wesermündung.
Der Turm Langlütjennordsteert, der 2023 nach Kap Arkona überführt werden sollte, zerbrach beim Verladen, sodass ein Neubau erforderlich war.
Der kleine Leuchtturm wurde von Dipl.-Ing. Martin Bögelsack entworfen und gemeinsam mit Heckmann Stahlbau Ost (Eisenhüttenstadt) gebaut. Er ist keine Nachbildung, sondern eine moderne Interpretation der historischen Pintsch-Türme. Segmentweise aus Stahl gefertigt, wiegt dieser rund fünf Tonnen und verfügt über eine eindrucksvolle Gürtellinse aus dem Deutschen Technikmuseum Berlin sowie dem Kupferdach des Turmes Langlütjennordsteert.
So steht heute am Kap ein kleiner Leuchtturm, der Tradition und Moderne vereint - ganz im Geiste dessen, was Julius Pintsch im Jahr 2025 wohl gebaut hätte.

Wir danken:
dem Aufbau-Team Dipl.-Ing. Martin Bögelsack, Bernd Müller und Andreas Martinek und Dr. Konrad Kellermann.
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Foto-Point am kleinen Leuchtturm
Der Käpt'n freut sich auf ein Erinnerungsfoto mit Ihnen! Scannen Sie hierzu den QR-Code an seinem Rücken und starten den Auslöser. Ihr Foto erhalten Sie im Anschluss direkt auf Ihr Handy. Für einen Zeitraum von 14 Tagen haben Sie hier die Möglichkeit das Bild bei Verlust erneut herunterzuladen.














