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Der Marineführungsbunker Kap Arkona

In direkter Nachbarschaft zu den Leuchttürmen am Kap Arkona befinden sich zwei Bunker. Der ältere Bunker stammt aus der Zeit der Wehrmacht und wurde später von der 6. Grenzbrigade Küste der DDR.

Der größere, neuere Bunker wurde von 1979 bis 1986 errichtet und diente der 6. Flottille der Volksmarine und der Vereinigten Ostseeflotte (VOF) als Gefechtsstand. Dieser wurde 1985 enttarnt und nach der Wiedervereinigung stillgelegt. Die 2000 m² große Bunkeranlage wurde aufwendig renoviert und beherbergt eine Ausstellung vieler Seezeichen, Modellschiffe, alte Navigationsgeräte und einen Schiffssimulator. 


Eintrittspreise
  • Erwachsene:
    8,00 €
  • Kinder:
    4,00 €
  • Hunde:
    4,00 €
  • Familien (2 Erw. +2 Kinder 6-14 J.):
    20,00 €

Öffnungszeiten

  • ganzjährig, täglich:
    12:00 Uhr
  • saisonabhängig*:
    11:00 - 15:00 Uhr
  • Simulator, mittwochs:
    13:00 - 15:00 Uhr

* Die Bunkeranlage wird geführt besichtigt. Bitte fragen Sie telefonisch unter 038391 / 13037 oder in der Touristeninformation an, ob eine Führung außerhalb 12 Uhr angeboten wird.

Technische Daten

  • Kleiner Bunker erbaut:
    ab 1915
  • genutzt von:
    6. Grenzbrigade Küste
  • Großer Bunker erbaut:
    1979 - 1986
  • genutzt von:
    6. Flottille der Volksmarine
  • und:
    Vereinigten Ostseeflotte (VOF)
  • Gesamtgröße:
    2000 m²
  • Schutzklasse:
    E
  • Enttarnung:
    1985
  • Stillegung:
    03.10.1990
  • bunker Marineführungsbunker am Kap Arkona auf Rügen

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Weitere Hintergrundinformationen

Die Geschichte der Bunker auf Kap Arkona ist lang. Sie beginnt 1915 mit dem Bau des ersten Bunkers, der aber unrenoviert und aus Gründen der Sicherheit nicht öffentlich zugänglich ist. Die anderen beiden Bunker können besichtigt werden.

Der größere Bunker wurde von 1979 bis 1986 gebaut. Von einem Hauptmittelgang mit zwei Zugängen ausgehend befinden sich mehrere unabhängige Einzelbunker mit einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern. Er diente der auf dem Bug stationierten 6. Flottille der Volksmarine und der Vereinigten Ostseeflotte (VOF) als Gefechtsstand. Die zusammengesetzten Fertigbaubunker (FB) setzen sich aus Teilen von drei großen Bunkern (Typ FB-75) und zehn kleinen (Typ FB-3) zusammen. Einem Bombenangriff hätten die Bunker niemals standgehalten. Sie dienten als so genannter „geschützter Gefechtsstand“ und sollte im Kriegsfall vor giftigen Gasen und radioaktiver Strahlung schützen. Die Typ-FB-75 hat eine Zwischenetage, auf der die Schlafplätze untergebracht waren, und einen Notausgang. Jeder einzelne Bunker besitzt zum Hauptgang eine oder zwei Luftschleusen. Die zweite große Röhre beherbergt heute eine Modellschiffsaustellung sowie alte Navigationsgeräte. 50 bis 70 Soldaten der Volksmarine traten hier ab 1986 drei- bis viermal im Jahr im Rahmen von Flottenmanövern für zwei bis drei Tage ihren Dienst an. Die Standardbelegschaft betrug sechs Mann. Am Tag der Deutschen Wiedervereinigung, dem 03. Oktober 1990, wurde die Anlage stillgelegt
Im Jahr 1985 wurde zum 30. Jahrestag der Nationalen Volksarmee (NVA) eine Luftaufnahme vom Kap Arkona mit der Bunkerbaustelle im Hintergrund im Bildband „Soldaten des Volkes“ veröffentlicht und der Bunker damit enttarnt (enttarnt bedeutet, dass der Standort des Bunkers bekannt gemacht wurde, was im Kriegsfall seine Zerstörung zur Folge gehabt hätte). Wie die Abbildung in den Bildband kommen konnte, ist unklar. Drei Tage nach Erscheinen wurde er wieder aus dem Verkehr gezogen. Eine spätere Neuauflage des Bildbandes enthielt das Luftbild nicht mehr. Heute ist der originale Bildband ein begehrtes Sammlerstück.
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